Lücke im Lebenslauf durch Krankheit?
Solltest du bei der Jobsuche eine längere Zwangspause wegen Krankheit verschweigen? Wir erklären, wie du die Lücke im Lebenslauf geschickt präsentierst.
Solltest du bei der Jobsuche eine längere Zwangspause wegen Krankheit verschweigen? Wir erklären, wie du die Lücke im Lebenslauf geschickt präsentierst.
Ob Unfall, chronische Erkrankung oder einfach eine lange Pechsträhne – manchmal haut es dich beruflich länger aus den Socken, als du möchtest. Und wenn es dann darum geht, sich für den nächsten Job zu bewerben, stehst du vor der Frage: Wie gehe ich mit der Zwangspause im Lebenslauf um? Einfach verschweigen? Besser nicht! Denn Lücken lassen Fragen offen. Wie du deine Krankheitsphase geschickt erklärst und trotzdem positiv rüberkommst, erfährst du hier.
Längere Krankheiten im Lebenslauf sind ein heikles Thema, das viele Bewerber:innen lieber umgehen würden. Die Krankheit einfach nicht zu erwähnen, erscheint zunächst als einfache Lösung, doch das kann schnell nach hinten losgehen. Wenn du die Krankheitsphase auslässt, entsteht eine auffällige Lücke im Lebenslauf. Und gerade solche Lücken sind oft ein Ausschlusskriterium im Bewerbungsprozess – die Folge: Du wirst möglicherweise gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Auch die Versuchung, eine Lücke mit einer Notlüge zu kaschieren, ist groß. Wer jedoch behauptet, während der Krankheitszeit gearbeitet oder sich weitergebildet zu haben, muss im Vorstellungsgespräch damit rechnen, dass Personaler nachhaken. Dann gerätst du in die unangenehme Lage, weiter lügen zu müssen. Und das wird schnell problematisch: Unsicherheit und unklare Aussagen machen dich verdächtig, und sobald die Unwahrheit ans Licht kommt, verlierst du nicht nur den Job, sondern auch deine Glaubwürdigkeit. Selbst wenn du die Lüge bis zur Einstellung durchhältst, kann das Arbeitsverhältnis jederzeit gekündigt werden, wenn die Wahrheit bekannt wird.
Insgesamt gilt: Lügen im Lebenslauf sind nie eine gute Idee. Ein ehrlicher Umgang mit der Krankheitsphase wirkt authentisch und zeigt, dass du auch mit schwierigen Situationen souverän umgehen kannst. So bist du am Ende besser aufgestellt und kannst mit Selbstbewusstsein in die Bewerbungsphase starten.
Eine längere Krankheitsphase im Lebenslauf muss nicht zwingend negativ wirken. Mit der richtigen Formulierung kannst du diese Zeit geschickt und positiv darstellen. Wichtig ist, dass du ehrlich bleibst, aber nicht zu sehr ins Detail gehst. Konzentriere dich darauf, was du in dieser Zeit gelernt oder getan hast, das für die Stelle relevant sein könnte.
Statt „krankheitsbedingte Auszeit“ zu schreiben, kannst du etwa folgende Formulierungen verwenden:
Wichtig ist, dass du authentisch bleibst und keine falschen Angaben machst. Die gewählte Formulierung sollte zu dir passen und glaubwürdig sein. So kannst du dem potenziellen Arbeitgeber zeigen, dass du die Phase sinnvoll genutzt hast und gestärkt daraus hervorgegangen bist.
Eine längere Krankheitsphase muss im Lebenslauf nicht unbedingt als reine Auszeit dargestellt werden. Du kannst diese Zeit nutzen, um persönliche oder fachliche Weiterentwicklung hervorzuheben. Damit zeigst du potenziellen Arbeitgeber:innen, dass du auch in schwierigen Phasen aktiv geblieben bist und weiterhin an deiner beruflichen Zukunft gearbeitet hast. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du diese Zeit sinnvoll nutzen und im Lebenslauf angeben kannst:
Ein Vorstellungsgespräch kann nervenaufreibend sein, besonders wenn heikle Themen wie eine längere Krankheitsphase zur Sprache kommen könnten. Die beste Vorbereitung besteht darin, dir vorher zu überlegen, wie du das Thema souverän handelst, falls danach gefragt wird. Bereite eine kurze, prägnante Erklärung vor, die das Wesentliche auf den Punkt bringt, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Zum Beispiel: „Ich hatte eine gesundheitliche Herausforderung, die jetzt vollständig überwunden ist und mir die Möglichkeit gegeben hat, mich persönlich weiterzuentwickeln.“ So vermittelst du Klarheit und zeigst gleichzeitig, dass du bereit bist, wieder voll einzusteigen.
Wenn du das Thema im Gespräch ansprichst, lenke den Fokus schnell auf deine aktuellen Stärken und wie du diese im neuen Job einbringen möchtest. Erkläre, was du aus der Situation gelernt hast und wie du gestärkt daraus hervorgegangen bist. Mache klar, dass du jetzt motivierter und belastbarer bist als je zuvor. Damit zeigst du nicht nur deine Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch deine Fähigkeit, mit Herausforderungen umzugehen. Das kommt bei vielen Arbeitgebern gut an und hebt dich positiv von anderen Bewerber:innen ab.
Sei authentisch und selbstbewusst im Gespräch. Zeige, dass du offen über deine Erfahrungen sprechen kannst, ohne dich dafür zu rechtfertigen. Das strahlt Souveränität aus und beweist, dass du mit der Situation abgeschlossen hast. Vermeide es, dich zu rechtfertigen oder Entschuldigungen zu suchen. Konzentriere dich auf deine Qualifikationen und deine Motivation für die Stelle. So bleibt das Thema Krankheitsphase nur ein Randaspekt, und du kannst den Arbeitgeber davon überzeugen, dass du die richtige Wahl für die Position bist.
Arbeitgeber interessiert in erster Linie, ob du in der Lage bist, die anstehenden Aufgaben zuverlässig zu erfüllen und dich gut ins Team einzufügen. Nach einer längeren Krankheitsphase haben sie möglicherweise Bedenken bezüglich deiner Belastbarkeit und Verfügbarkeit. Daher ist es wichtig, dass du im Lebenslauf und im Vorstellungsgespräch deutlich machst, dass du wieder voll einsatzfähig und motiviert bist. Zeige, dass du die Auszeit genutzt hast, um dich zu erholen und gestärkt zurückzukommen. Erwähne, dass du alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hast, um sicherzustellen, dass deine Gesundheit stabil ist und dass du bereit bist, mit vollem Einsatz durchzustarten.
Im Bewerbungsgespräch kannst du aktiv auf diese Bedenken eingehen, indem du deine aktuelle Situation klar und selbstbewusst schilderst. Betone, dass du dich intensiv darauf vorbereitet hast, wieder ins Berufsleben einzusteigen, und dass du dich in der Lage fühlst, die geforderten Aufgaben zu meistern. Erwähne auch, welche positiven Erfahrungen du aus der Krankheitszeit mitgenommen hast, zum Beispiel gesteigerte Resilienz oder verbesserte Selbstorganisation.
Wichtig ist, dass du den Fokus immer wieder auf deine Stärken und deine Motivation lenkst. Zeige deinem Gegenüber, dass du trotz der Auszeit deine beruflichen Ziele nicht aus den Augen verloren hast und bereit bist, dich wieder voll und ganz in die Arbeit einzubringen. So kannst du Bedenken entkräften und deine Einsatzbereitschaft überzeugend darlegen.
Eine längere Krankheitsphase muss im Lebenslauf kein Hindernis sein, wenn du offen und authentisch damit umgehst. Vermeide Lücken und Lügen, indem du die Zeit positiv darstellst und deine persönliche Weiterentwicklung betonst. Bereite dich gut auf das Bewerbungsgespräch vor, zeige deine Einsatzbereitschaft und fokussiere dich auf deine Stärken und Qualifikationen. So kannst du Recruiter:innen überzeugen, dass du trotz der Auszeit motiviert und leistungsfähig bist. Ehrlichkeit und Selbstbewusstsein sind dabei die Schlüssel zum Erfolg.